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Die Geis

Plural: Gessa, fem.

 

Die Geis als Wort ist ethymologisch mit dem irisch-gälischen "guided" (er betet), was dann wiederum mit "gûth" (Stimme) verwand ist. Es gibt drei Bedeutungen, die man der Geis zuschreibt, eine negative, die ein religiöses oder ein gesetzliches Verbot darstellt, eine positive in Form einer Weisung oder Forderung und eine magische im Sinne eines Zaubers oder Zaubergesangs.
Am häufigsten trifft man auf die negative Bedeutung als Tabu oder Verbot. Die Geis wird einem Menschen vom Beginn seines Lebens von einem Druiden auferlegt und besteht aus einem Geflecht Geboten, Verboten, Tabus und Pflichten. Möglich ist, dass dem Betreffenden die Geis bei der Geburt oder einem Taufritual auferlegt wurde.


Zwei Beispiele:

Als der Junge Setanta den wertvollen Kampfhund von Culann tötet, erlegt er sich auch auch gleich das Urteil dafür auf. Dieses bringt er dem anwesenden Druiden Cathbad und König Conchobar dar: Setanta wollte einen gleichwertigen Hund suchen, und bis dieser ausgewachsen ist, wollte er sich selbst an die Stelle des getöteten Hundes begeben. Daraufhin wurde Setanta vom Druiden auf den Namen Cuchulain "getauft", was übersetzt soviel bedeutet wie "Hund des Culann". Ihm wurde die Geis auferlegt, die ihm verbot, Hundefleisch zu essen oder einen Hund zu töten. Desweiteren durfte er kein Haus verlassen, bevor er darin gespeist hatte. Irgendwann brach Cuchulain allerdings die Geis und verlor so seine Heldenkraft und schließlich auch sein Leben.

 

König Cormac hatte einige Verbote zu befolgen. Er durfte z.B. nicht die Harfe mit dem durchbohrten Kopf von Craiftine hören und es war ihm untersagt die Vögel in Loch Lo und Mag da Cheo zu jagen. Außerdem durfte er seine Frau im Senath-Mor nicht treffen und kein Tier auf dem Mag Sainb jagen. Genausowenig durfte er den Shannon trockenen Fußes überqueren.

 

Wie man sieht sind die Gessa schwierig zu befolgen und der Tod mancher Menschen wird auf den Bruch der Geis zurückgeführt. Die Gessa bezogen sich nie auf Druiden, sie wurden nur von ihnen ausgesprochen und waren eine Art religiöses Gesetz, denn sie (die Gessa) forderten standesabhängig einen bestimmten Lebenswandel. Wurde dies missachtet, zog des Komplikationen nach sich. Eine Geis ist praktisch nur dadurch zu umgehen, indem man sie theoretisch befolgt.

Beispiel: 

König Chonchobar sollte seiner Pflicht der ersten Nacht (ius primae noctis) bei Emer, Cuchulains Frau, nachkommen. Doch um Cuchulains Zorn nicht zu erregen, umging er diese Geis, indem er die Nacht mit Emer im Bett verbrachte, während Fergus und Cathbad zwischen ihnen lagen um Emers Ehre und Unangetastetheit zu bewahren.

 

Gessa waren den Galliern genauso bekannt. Zum  Beispiel war es den Obersten Beamten der Hädurer verboten, die eigene Stadt zu verlassen.

Eine Geis war nie zu übertrieben, sodass ihre Einhaltung nicht von vornherein unmöglich war.  Sie hat allerdings nichts mit dem fatum der Lateiner zu tun, dem oft unglücklichen Schicksal. Sie ist also kein unvermeidliches Ereignis, sondern die Geis löst ein Ereignis bei Übertretung aus. Gessa stammen nicht von Menschenhand, da sie von den Druiden stammen, also von Göttlicher Instanz.

 

Quelle: Celtoi.net

 

Kommentar von Lexi Heimberg:

Der Gedanke an die Gessa ist für mich ziemlich interessant. Eine Geis auferlegt zu bekommen bedeutet, sich mit dem eigenen Lebensweg auseinandersetzen zu müssen. Man muss "denken", damit man sie nicht überschreitet, und das fehlt in der heutigen Zeit irgendwo ein Stück. Selbst wenn die Gessa im Alltag vielleicht sogar heimlich umgangen wurden bedeutet das trotzdem noch die Auseinandersetzung mit der eigenen Situation. Auch wenn man sowetwas vielleicht nicht mehr einführt in die eigene Familie o.ä., wäre vielleicht eine Beschäftigung mit Geschichten rund um die Gessa ganz schön, vielleicht auch für Kinder, um ihnen zu zeigen dass man obwohl der Weg zum Ziel schwierig oder verbaut sein kann, durch Umwege auch dorthin gelangen kann.

20.11.07 15:23






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